Haute-Corse in 8 Etappen: vom Maquis zum Meer
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Ein geschütztes Wildland, das in ein türkisfarbenes Meer eintaucht, Dörfer, die hoch über dem Abgrund thronen, und eine Küstenstraße, die hundert Kilometer wilder Küste entlangführt: der Norden Corses vereint eine der besterhaltenen mediterranen Naturlandschaften der Insel. Suchen Sie, was man im Norden Corses unternehmen kann, zwischen zu Fuß erreichbaren Stränden, Küstenpfaden und Fischerhäfen?
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Saint-Florent: der genuesische Fischerhafen am Ende des Golfs
An seinen Golf und seine genuesische Zitadelle gelehnt, wacht Saint-Florent über den Eingang der Haute-Corse. Die 1440 errichtete runde Festung überragt einen belebten Yachthafen und ein Gassengewirr, in dem man das korsische Leben genießen kann. Das Dorf dient als idealer Zugang zur Wüste der Agriates und dem benachbarten Weinbaugebiet. Seine Terrassen am Meer und sein Erzeugermarkt machen es zu einer perfekten Basis, um zu entdecken, was man im Norden Corses unternehmen kann, ohne ständig unterwegs zu sein.
Der Favorit der Besucher: der Blick auf den Golf von den Stadtmauern der genuesischen Zitadelle aus, bei Sonnenuntergang.
Praktische Informationen:
- Das Dorf liegt am Eingang des Cap Corse, in der Haute-Corse.
- Der Hafen dient als Ausgangspunkt der Fährverbindungen zu den Stränden der Agriates.
- Frühling und früher Herbst vermeiden den sommerlichen Andrang.
Wüste der Agriates: 15.000 Hektar geschützte Natur
Als weitläufiges Wildland zwischen Saint-Florent und der Ostriconi bedeckt die Wüste der Agriates rund 15.000 Hektar Maquis, felsige Grate und geheime Strände. Das Gebiet steht seit 1979 unter Schutz, was seine unberührte Schönheit bewahrt hat. Keine asphaltierte Straße durchquert es: Man durchwandert es zu Fuß auf dem Zöllnerpfad, mit dem Boot oder mit dem 4×4 auf Pisten. Es ist einer der letzten großen unberührten Räume der französischen Mittelmeerküste.
Der Favorit der Besucher: die Wanderung auf dem Zöllnerpfad, zwischen duftendem Maquis und türkisfarbenen Buchten.
Praktische Informationen:
- Das Gebiet erstreckt sich zwischen Saint-Florent und dem Tal der Ostriconi, in der Haute-Corse.
- Der Zugang erfolgt zu Fuß, mit dem Boot von Saint-Florent oder mit dem 4×4 auf Piste.
- Der Maquis steht unter Schutz: man muss auf den markierten Wegen bleiben.
Plage de Saleccia: weißer Sand am Ende der Pisten
Isoliert im Herzen der Agriates, entfaltet die Plage de Saleccia einen Kilometer weißen Sand, gesäumt von einem Pinienwald und durchsichtigem Wasser. Seine Abgeschiedenheit, bewahrt durch das Fehlen einer direkten Straße, macht sie zu einem der schönsten Strände Corses. Man erreicht sie mit dem Boot von Saint-Florent, zu Fuß über den Küstenpfad oder mit dem 4×4 auf einer holprigen Piste. Diese wilde Umgebung, ohne Bebauung oder Geschäfte, belohnt die Mühe derer, die eine unberührte Natur suchen.
Der Favorit der Besucher: das Baden in glasklarem Wasser, vor einem völlig wild gebliebenen Strand.
Praktische Informationen:
- Der Strand liegt im Herzen der Wüste der Agriates, in der Haute-Corse.
- Der Zugang erfolgt mit dem Boot, zu Fuß oder mit dem 4×4, ohne asphaltierte Straße.
- Kein Geschäft vor Ort: Wasser und Proviant müssen mitgebracht werden.
Cap Corse: hundert Kilometer Küstenstraße
Als nach Norden weisender Landfinger entfaltet das Cap Corse fast hundert Kilometer Küstenstraße zwischen Bastia und Saint-Florent. Die Küstenstraße reiht Fischerhäfen, genuesische Türme, Kieselstrände und an den Berg geklammerte Dörfer aneinander. Jede Kurve eröffnet eine neue Aussicht auf ein tiefblaues Meer. Diese Strecke, mit dem Auto oder für die Sportlicheren mit dem Fahrrad zu bewältigen, fasst für sich allein die Vielfalt dessen zusammen, was man im Norden Corses am Wasser unternehmen kann.
Der Favorit der Besucher: die Mühle Mattei, ein Aussichtspunkt zum Meer auf dem Gipfel der Cap-Straße.
Praktische Informationen:
- Die Straße umrundet das Cap Corse zwischen Bastia und Saint-Florent.
- Die vollständige Strecke erfordert mit Stopps in den Dörfern einen ganzen Tag.
- Fischerhäfen säumen die Küste, mit Restaurants und kleinen Häfen.
Nonza: das schwarze Dorf über den Fluten
Nonza überragt das Meer um mehr als hundert Meter, gekrönt von seinem schwarzen paolinischen Turm. Darunter erstreckt sich ein langer Strand mit dunklen Kieseln, Erbe der einstigen Bergbautätigkeit der Gegend. Der Kontrast zwischen dem Grau des Strandes, dem Grün des Maquis und dem Blau des Meeres beeindruckt die Besucher nachhaltig. Eine steile Treppe verbindet das Dorf mit dem Ufer, belohnt durch ein Bad in klarem Wasser, fernab des touristischen Trubels.
Der Favorit der Besucher: der Blick von oben auf den schwarzen Kieselstrand vom Turm des Dorfes aus.
Praktische Informationen:
- Das Dorf liegt an der Westküste des Cap Corse, in der Haute-Corse.
- Der Abstieg zum Strand erfolgt über eine steile Treppe vom Dorf aus.
- Der dunkle Kieselstrand eignet sich im Sommer zum Baden.
Erbalunga: der Fischerhafen der Maler am Wasser
An der Ostküste des Cap Corse reihen sich in Erbalunga steinerne Häuser bis dicht ans Wasser, um einen verfallenen genuesischen Turm auf einem Felsen. Dieser Fischerhafen inspirierte Maler und Schriftsteller, verführt von seinem Licht und seiner Ruhe. Die kühlen Gassen, die schattigen Plätzchen und die Terrassen am Meer laden zu einer Pause außerhalb der Zeit ein. Es ist ein erholsamer, überschaubarer Halt auf der Straße, die die Küste des Cap entlangführt.
Der Favorit der Besucher: der genuesische Turm auf seinem Felsen, veredelt vom Morgenlicht.
Praktische Informationen:
- Der Fischerhafen liegt an der Ostküste des Cap Corse, nördlich von Bastia.
- Das Dorf erkundet man zu Fuß, durch seine Gassen bis ans Wasser.
- Ein Musikfestival belebt den Ort mitten im Sommer.
Bastia: der alte Hafen und die genuesische Zitadelle
Als historische Hauptstadt der Haute-Corse vereint Bastia die Geschäftigkeit eines Handelshafens mit der Authentizität eines alten genuesischen Viertels. Der alte Hafen, seine hohen Fassaden und seine bunten Boote bilden das schlagende Herz der Stadt, ergänzt durch die hoch gelegene Zitadelle von Terra Nova. Die barocken Kirchen, die belebten Plätze und der Samstagsmarkt tauchen den Besucher in das korsische Leben ein. Es ist eine lebendige Stadt, ideal, um die Seele der Insel zu erfassen, bevor man zu den wilden Küsten des Nordens weiterzieht.
Der Favorit der Besucher: der alte Hafen am frühen Morgen, wenn die Fischer zurückkehren, bevor die Terrassen zum Leben erwachen.
Praktische Informationen:
- Die Stadt liegt am Fuß des Cap Corse, in der Haute-Corse.
- Der alte Hafen und die Zitadelle lassen sich zu Fuß in einem halben Tag erkunden.
- Der Markt findet samstags und sonntagvormittags auf dem Hauptplatz statt.
L’Île-Rousse: der Badeort der Balagne
Im 18. Jahrhundert gegründet, verdankt L’Île-Rousse ihren Namen den roten Porphyrinselchen, die ihre Bucht abschließen. Dieser Badeort der Balagne vereint einen Sandstrand mitten im Zentrum, eine überdachte Markthalle unter Arkaden und eine von Platanen beschattete Promenade. Die Île de la Pietra, durch einen Damm verbunden, bietet einen Spaziergang bis zum Leuchtturm und ein Panorama auf die Küste. Als Ausgangspunkt der kleinen Bahn der Balagne bedient die Stadt die benachbarten Strände ohne Auto, im Sinne einer sanften Mobilität.
Der Favorit der Besucher: der Sonnenuntergang von der Île de la Pietra aus, auf den vom Licht gerötelten Felsen.
Praktische Informationen:
- Die Stadt liegt in der Balagne, im Westen der Haute-Corse.
- Die kleine Bahn folgt der Küste und bedient die Strände bis Calvi.
- Die überdachte Markthalle empfängt jeden Morgen die lokalen Erzeuger.
Jetzt wissen Sie, was man im Norden Corses unternehmen kann, von den Agriates bis zu den Fischerhäfen des Cap. Buchen Sie noch heute Ihren Aufenthalt in einem grünen Campingplatz auf Corse und genießen Sie eine Unterkunft, die eine noch immer erhaltene Inselnatur respektiert.
FAQ – Was tun im Norden Corses?
Was ist die beste Zeit, um den Norden Corses zu besuchen?
Frühling und früher Herbst bieten milde Temperaturen, einen blühenden Maquis und einen moderaten Andrang. Der Sommer eignet sich zum Baden, konzentriert aber den Andrang auf den Stränden der Agriates, die man am besten früh morgens erreicht.
Wie gelangt man zur Plage de Saleccia in den Agriates?
Es gibt drei Möglichkeiten: die Fähre von Saint-Florent, den Fußweg auf dem Küstenpfad ab Lotu, oder die 4×4-Piste ab Casta. Keine asphaltierte Straße erschließt den Strand, was seinen wilden Charakter bewahrt.
Was kann man im Norden Corses ohne Auto unternehmen?
Die kleine Bahn der Balagne verbindet L’Île-Rousse mit Calvi und bedient dabei die Strände. Die Fähren erreichen die Agriates von Saint-Florent aus. Wer in einem gut gelegenen Campingplatz wohnt, begrenzt die Fahrten und bevorzugt sanfte Mobilität.
Eignet sich der Norden Corses für einen Naturaufenthalt?
Ganz genau. Die Wüste der Agriates steht unter dem Schutz des Conservatoire du littoral, und der Zöllnerpfad folgt einer erhaltenen Küste. Wandern, Baden und die Entdeckung des Maquis bilden ein umweltbewusstes Programm für die Insel.
Wie viel Zeit sollte man einplanen, um das Cap Corse zu entdecken?
Die vollständige Umrundung des Cap erfordert einen ganzen Tag, wenn man in den Dörfern und Fischerhäfen anhält. Um Nonza, Centuri und Erbalunga voll auszukosten, ermöglichen zwei Tage, das Tempo zu drosseln und jede Etappe zu genießen.
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